Kartoffelgratin – Mein Rezept für den Klassiker mit Suchtpotenzials
- August 4, 2025
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Es gibt Gerichte, die gehen einfach immer. Für mich gehört Kartoffelgratin ganz klar dazu. Außen goldbraun, innen weich und cremig – so muss das für mich sein. Ich liebe es, wie aus ein paar einfachen Zutaten wie Kartoffeln, Sahne, Knoblauch und Käse ein so unfassbar gutes Ofengericht wird. Besonders an kalten Tagen oder wenn ich etwas Herzhaftes brauche, das mich von innen wärmt, ist dieses Gratin mein Go-to-Comfortfood.
In diesem Beitrag zeige ich dir nicht nur mein erprobtes Kartoffelgratin Rezept, sondern beantworte auch die wichtigsten Fragen rund um die Zubereitung. Egal ob du wissen willst, welche Kartoffeln sich am besten eignen oder wie lange das Gratin mit rohen Kartoffeln wirklich braucht – hier bekommst du die Antworten.
Was passt zu Kartoffelgratin? – Ideen für Beilagen und Kombinationen
Kartoffelgratin ist für sich genommen schon ein echter Genuss, aber natürlich kann man es wunderbar kombinieren. Auf meinem vegetarischen Foodblog serviere ich es gerne als Hauptgericht mit einem knackigen Salat, zum Beispiel Rucola mit Balsamico-Dressing oder einem bunten Tomatensalat im Sommer. Für ein etwas kräftigeres Gericht kannst du es auch mit gebratenen Pilzen oder einer Portion grüner Bohnen servieren.
Wenn du es lieber als Beilage servieren möchtest, passt Kartoffelgratin hervorragend zu vegetarischen Braten, Linsenbratlingen oder einem Blumenkohl-Steak aus dem Ofen. Auch gefüllte Paprika oder gebratener Fenchel harmonieren geschmacklich super. Wichtig ist dabei: Das Hauptgericht sollte nicht zu viel zusätzliche Stärke enthalten – sonst wird’s schnell zu mächtig. Mit einem Frische-Kick wie einem Zitronen-Joghurt-Dip oder einem Gurken-Raita bringst du zusätzlich Balance auf den Teller.
Tipp: Wenn du Gäste hast, lässt sich Kartoffelgratin super vorbereiten und einfach im Ofen aufwärmen. Das macht es zur idealen Beilage bei größeren Essen.

Wie lange braucht Kartoffelgratin mit rohen Kartoffeln?
Wenn du – so wie ich meistens – mit rohen Kartoffeln arbeitest, musst du etwas Zeit einplanen. Denn das Gratin muss im Ofen nicht nur goldbraun überbacken werden, sondern die Kartoffelscheiben müssen auch komplett gar werden. Je nach Ofen und Auflaufform braucht das Gratin etwa 50 bis 60 Minuten bei 180 bis 200 °C Ober-/Unterhitze.
Ganz wichtig: Schneide die Kartoffeln möglichst dünn – idealerweise mit einer Mandoline oder einem Gemüsehobel auf etwa 2–3 mm. So werden sie gleichmäßig weich und garen schneller durch. Wenn du sie zu dick schneidest, kann es passieren, dass das Gratin oben schon dunkel wird, während die Kartoffeln innen noch roh sind.
Ein kleiner Trick: Decke das Gratin in den ersten 30 Minuten mit Alufolie ab, so gart alles gleichmäßig. Für die letzten 15–20 Minuten nimmst du die Folie runter, damit der Käse schön gratiniert.
Kartoffelgratin – wie lange im Ofen und bei welcher Temperatur?
Die perfekte Backzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: Ofenart, Auflaufform, Kartoffelsorte und Schnittdickeder Kartoffeln. Im Normalfall gilt:
Roh und dünn geschnittene Kartoffeln: 50–60 Minuten bei 180–200 °C Ober-/Unterhitze
Vorab gekochte Kartoffeln: 25–30 Minuten, dann reicht es, wenn das Gratin schön überbacken ist
Umluft: Ggf. Temperatur um 10–20 °C reduzieren, da Umluft gleichmäßiger gart
Wenn du dir unsicher bist, mach die Gabelprobe: Einfach nach 45 Minuten mit einer Gabel oder einem Messer in die Mitte stechen – gleitet das Messer ohne Widerstand durch, ist das Gratin fertig.
Wichtig: Nicht zu früh aufdrehen. Zu hohe Temperaturen sorgen dafür, dass der Käse schnell dunkel wird, während die Kartoffeln noch hart sind. Lieber etwas Geduld – das lohnt sich am Ende beim Geschmack.

Welche Kartoffeln für Kartoffelgratin?
Bei dieser Frage scheiden sich die Geister – aber ich sag’s dir aus eigener Erfahrung: Am besten funktionieren festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln. Warum? Sie behalten ihre Struktur beim Backen und zerfallen nicht zu Brei.
Ich verwende meistens Linda, Annabelle oder Belana – die haben ein feines Aroma, lassen sich gut hobeln und nehmen die Sahnesoße perfekt auf. Mehligkochende Kartoffeln werden im Gratin schnell matschig und saugen sich zu sehr mit Flüssigkeit voll.
Achte auch darauf, dass die Kartoffeln frisch und nicht grün oder schrumpelig sind. Je besser die Ausgangsqualität, desto besser das Ergebnis. Wenn du Bio-Kartoffeln verwendest, kannst du sie sogar mit Schale verwenden – das gibt dem Gratin eine rustikale Note.
Tipp: Lass die gehobelten Kartoffeln nicht zu lange stehen, sonst werden sie braun. Am besten direkt in die Auflaufform schichten und mit der Sahnemischung übergießen.
Was dazu? – Ideen für Soßen, Toppings und Abwechslung
Wenn du dein Gratin etwas aufpeppen willst, hast du viele Möglichkeiten – auch ganz ohne Fleisch. Ich gebe manchmal fein geschnittene Zwiebeln, Knoblauch oder Schalotten zwischen die Schichten. Oder ich reibe etwas Muskatnuss über die Kartoffeln – das verleiht dem Gericht Tiefe.
Als Topping kommt bei mir immer ordentlich geriebener Käse drauf – eine Mischung aus Gruyère, Emmentaler und etwas Parmesan bringt richtig Würze. Du kannst aber auch geräucherten Käse verwenden, wenn du es etwas deftiger magst.
Für mehr Cremigkeit kannst du neben Sahne auch Crème fraîche oder etwas Frischkäse einrühren. Und wenn du Abwechslung suchst, versuch’s mal mit einer Schicht Süßkartoffeln dazwischen, oder kombiniere Kartoffeln mit Pastinaken oder Sellerie. Das bringt Farbe und neuen Geschmack auf den Teller.
Besonders lecker: Ein Löffel Basilikumpesto als Topping nach dem Backen – gibt Frische und passt wunderbar zur cremigen Konsistenz.
Fazit:
Kartoffelgratin ist ein einfaches, ehrliches Gericht, das immer geht – besonders, wenn es selbstgemacht ist. Mit dem richtigen Rezept, etwas Geduld und hochwertigen Zutaten wird daraus ein echtes Highlight, das auch ohne Fleisch einfach glücklich macht. Viel Spaß beim Nachkochen!

Kartoffelgratin Rezept – So gelingt der Klassiker Schritt für Schritt
Kochutensilien
- 1 Große Auflaufform
Zutaten
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 2 Knoblauchzehen
- 250 ml Sahne
- 250 ml Milch
- 100 g geriebener Käse z. B. Gruyère oder Emmentaler
- 1 TL Salz
- 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
- 1 Prise Muskatnuss
- Butter für die Form
Anleitungen
- Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und fette eine Auflaufform mit Butter ein.Butter für die Form
- Schäle die Kartoffeln und schneide sie in dünne Scheiben. Am besten verwendest du einen Hobel, damit die Scheiben gleichmäßig dünn werden.1 kg festkochende Kartoffeln
- Halbiere eine Knoblauchzehe und reibe die Auflaufform damit aus, um ihr ein feines Aroma zu verleihen.2 Knoblauchzehen
- Gib die Sahne und Milch in einen Topf und erhitze sie leicht.250 ml Sahne, 250 ml Milch
- Presse oder hacke die zweite Knoblauchzehe fein und rühre sie in die Mischung ein.2 Knoblauchzehen
- Würze die Flüssigkeit mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss.1 TL Salz, 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer, 1 Prise Muskatnuss
- Schichte die Kartoffelscheiben dachziegelartig in die vorbereitete Form.
- Gieße die Sahne-Milch-Mischung gleichmäßig darüber, sodass alle Kartoffeln bedeckt sind.
- Verteile den geriebenen Käse großzügig auf der Oberfläche.100 g geriebener Käse
- Schiebe die Auflaufform auf die mittlere Schiene des Backofens und backe das Gratin für etwa 50–60 Minuten. Die Oberfläche sollte goldbraun sein und die Kartoffeln weich. Falls die Kruste zu dunkel wird, kannst du die Form mit Alufolie abdecken.
- Lass das Kartoffelgratin nach dem Backen etwa fünf Minuten ruhen. Dadurch wird es noch cremiger und lässt sich besser servieren.